11.07.2017 / Leserbriefe / /

Ein Hohn oder: Was nimmt sich die SBB heraus

Dies kann nicht sein: Der Geschäftsleiter «Immobilien der SBB» – Herr Jürg Stöckli möchte dem US-Onlinehändler «Amazon» schon bald den Markteintritt zu den SBB-Bahnhöfen der Schweiz ermöglichen, bzw. fördern. Ein US-Unternehmen eines Milliardärs, der weltweit eine gewaltige Macht darstellt. Ebenso will Herr Stöckli in Zukunft weitere Verträge mit Lidl und Aldi, den deutschen Discountern abschliessen, damit auch sie von den Erfolgsgarantien, den grössten Shoppingcentern in Schweizer Bahnhöfen und dieser Plattform profitieren können. Klar, zugleich wird betont, dass Migros, Coop und Valora – Schweizer Grossverteiler – wichtige Partner der SBB seien und auch bleiben? «Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube! (Johann Wolfgang von Goethe, Faust) Da nahmen wir im Artikel Schweiz am Wochenende vom 1.7. zur Kenntnis: «Trendwende im Schweizer Tourismus». Der Schweizer Tourismus leidet, weil ein markanter Rückgang der Übernachtungen aus Deutschland – dem wichtigsten Herkunftsmarkt – zu verzeichnen sei. Der hohe Franken drückt, der Einkaufstourismus ruft nach neuen Bundes-Gesetzen. Wirtschaftsminister Johann Schneider Ammann hat einen runden Tisch mit Vertretern aus der Schweizer Tourismusbranche einberufen, man trifft sich im August erneut. Es wäre wohl sinnvoll, nein ein Gebot der Stunde, dass die beiden Departemente WBF (Wirtschaft, Bildung und Forschung) wie auch das Departement UVEK zusammenarbeiten würden und Herr Jürg Stöckli von den Bundesräten zu diesem Treffen aufgeboten würde.

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