20.06.2017 / Vorstösse / Bildung und Forschung /

Konzepterarbeitung, die Möglichkeit der verbindlichen Einbindung der Eltern- und Familienarbeit bei vermuteten Entwicklungsdefiziten zu Beginn der Volksschulzeit

Postulat Theres Lepori, CVP, Berikon, vom 20. Juni 2017 betreffend Konzepterarbeitung, die Möglichkeit der verbindlichen Einbindung der Eltern- und Familienarbeit bei vermuteten Entwicklungsdefiziten zu Beginn der Volksschulzeit

Text:
Der Regierungsrat wird eingeladen die Erarbeitung eines Konzeptes oder eines Leitfadens zu prüfen, welches eine verbindliche Anleitung für Lehrpersonen bei Elterngesprächen mit gezielten Fördermassnahmen vorgibt.

Begründung:
Immer wieder monieren Eltern über die fachlich schwachen z. T. oberflächlichen mündlichen Berichterstattungen bei Elterngesprächen zu Beginn der Schulkarriere auf Kindergartenstufe betreffend Schulreife, schulischen Defiziten oder sozialen Beeinträchtigungen etc. Es fehlen fundierte Grundlagen.
Besteht aufgrund eines Defizites eine Abklärung und/oder eine Therapie entstehen Kosten. In den häufigsten Fällen übernimmt der Kanton oder die Gemeinde diese Kostenfolgen. Die Höhe dieser Kosten ist in den vergangenen Jahren förmlich explodiert! Ziel dieses Vorgehens ist eine Kostenteilnahme der Sorgeberechtigten für eine Therapie ihres Kindes auszulösen, die Kantonsausgaben zu reduzieren und die Hürde für eine Massnahme leicht zu erhöhen. Dieses Konzept oder Leitfaden soll Klarheit über eine mögliche Kostenteilung zwischen öffentlicher Hand und Eltern ausweisen. Auch die Eltern sollen vermehrt in die Arbeit (Therapie) miteinbezogen werden.
Somit kann die Elternpflicht gefördert und die Kinder weniger stigmatisiert werden. Die Kosten des Kantons von therapeutischen Massnahmen sollen reduziert werden. Abzuklären ist, ob eine durch den Schulpsychologischen Dienst empfohlene Massnahme zur Realisierung verpflichtet werden kann.