24.04.2016 / Medienmitteilungen / /

Reorganisation der Kantonspolizei

Medienmitteilung und offener Brief zur Asylunterkunft Bremgarten

Der Regierungsrat führt derzeit eine Anhörung bei den Gemeinden zum Standortkonzept der Kantonspolizei (KAPO) durch. Die augenfälligste Massnahme ist die geplante Schliessung von acht der heute 17 Posten der KAPO. Im Freiamt sollen zwei Posten geschlossen und nur noch einer betrieben werden. Demnach könnten Wohlen, Bremgarten oder Muri von einer Schliessung betroffen sein.

Die CVP des Bezirks Bremgarten hält zunächst fest, dass die Parteien nicht in die Anhörung einbezogen werden. Auch nicht die Ortsparteien der Standortgemeinden. Dies ist inakzeptabel! Die drohende Schliessung eines Polizeipostens ist eine einschneidende Massnahme und immer auch mit einer politischen Komponente behaftet. Die breite Öffentlichkeit ist vor einer solchen Massnahme anzuhören. Insbesondere auch die lokalen Parteien.

In seiner Medienmitteilung verkauft der Regierungsrat die Reorganisation der KAPO mit einem Sicherheitsgewinn. Dies ist für die CVP des Bezirks Bremgarten nicht einleuchtend.

  • Warum mit weniger Polizeiposten eine verbesserte Flächenpräsenz gegeben sein soll, ist nicht nachvollziehbar.
  • Der Regierungsrat zeigt nicht auf, warum nicht schon heute mit den bestehenden 17 KAPO-Posten die mobile Präsenz erhöht werden kann.
  • Zudem ist die geplante Aufstockung bei der KAPO um 14 Mitarbeitende auch mit der gleichen Anzahl Posten möglich.
  • Schliesslich wird der Regierungsrat mit jeder Standort-Variante seine eigene Zielsetzung verfehlen, wonach eine Polizeipatrouille nach einem Ereignis in 15 Minuten vor Ort sein soll. Beispiele: Sins, Oberrüti und Dietwil sind von Wohlen oder Bremgarten aus unmöglich in dieser Zeit erreichbar. Umgekehrt sind Rudolfstetten, Widen oder Tägerig von Muri aus unmöglich in dieser Zeit erreichbar.

Beim derzeitigen Informationsstand kann die Forderung der CVP des Bezirks Bremgarten nur lauten: Übung abbrechen! Die bestehenden drei Posten im Freiamt dürfen nicht geschlossen werden. Alles andere käme einem gravierenden Leistungsabbau gleich und würde im praktischen Betrieb die Sicherheit reduzieren.