04.06.2015 / Leserbriefe / /

Staatsapparat nicht vergrössern

Mit der Annahme der Erbschaftssteuer-Initiative würde der Staatsapparat weiter aufgebläht. Die Vermögenswerte müssten zum Verkehrswert deklariert werden. Das bedeutet: Es braucht neue Beamte, die Liegenschaften, Grundstücke, Schmuck oder Autos auf ihren Marktpreis schätzen. Bestimmt gäbe es Einsprachen gegen diese Verkehrswertschätzungen. Das bedeutet: Es braucht Personen, die diese Einsprachen behandeln.

Gemäss Initiativ-Text könnten Firmen und Landwirtschaftsbetriebe von einer Ermässigung profitieren, wenn die Erben den Betrieb zehn Jahre weiterführen. Das bedeutet: Es braucht wieder Personen, die überwachen, wie lange denn ein Betrieb nach dem Erbgang weitergeführt wird und welche Steuern anfallen.

Dieses neue Beamtenheer würde einen schönen Teil der Einnahmen aus den Erträgen der Erbschaftssteuer wegfressen. Wir sollten den Staat verschlanken und nicht weiter ausbauen. Deshalb
ein Nein zu Bundeserbschaftssteuer.

Leserbrief von Grossrat Ruedi Donat zu den Abstimmungen vom 14. Juni 2015